Bewusst ernähren – wissen was ich esse

Wenn  Sie geistige Klarheit erreichen möchten, genügt es nicht, sich täglich hinzusetzen um zu meditieren. Es ist sinnvoll, Ihre Meditationspraxis durch eine innere Reinigung des Körpers zu unterstützen. Diese erreichen Sie unter anderem über die Ernährung. 

"Der Mensch ist was er isst."

Mit ein wenig Aufmerksamkeit können Sie selbst beobachten, welche Nahrungsmittel Ihnen guttun und welche nicht.

Es muss Ihnen nicht so gehen wie einem meiner Bekannten, der mir erzählte, sein Magen sei momentan "nicht so auf der Höhe", aber man höre ja allgemein, dass gerade wieder etwas umgehe... Darmgrippe? Er überlegte kurz und antwortete schließlich: "Ja, aber vielleicht lag es auch daran, dass ich vier Schokoküsse gegessen habe...und danach eine Pizza...ja, und zum Nachtisch habe ich dann nochmal vier von den Schoko-Zuckerschaumdingern nachgeschoben..."

 

Tipps für eine hochwertige Ernährung, mit der Sie Vitalität, Wohlbefinden und geistige Klarheit steigern können:

Meiden Sie industriell hergestellte Lebensmittel...

...von den Fertigsuppen bis zum Schokoriegel. Besonders dann, wenn die Nahrungsmittel Konservierungsstoffe, undefinierbare Aromen und andere chemische Zusätze enthalten. Lesen Sie die Auflistung der Bestandteile auf der Verpackung. Wenn Sie sich bewusst ernähren möchten, sollten Sie beim Einkaufen unbedingt das Kleingedruckte lesen!

 

Essen Sie statt dessen naturbelassene Lebensmittel wie...

Obst und Gemüse

Vorsicht! Importiertes Obst kommt oft vom anderen Ende der Welt zu uns. Es ist seit Tagen unterwegs und wird mit einer Vielzahl von Chemikalien besprüht, die zur Haltbarmachung dienen (Konservierungsstoffe). Die Erdbeeren, die Jahr für Jahr ab Januar in unseren Supermarktregalen liegen, kommen den weiten Weg von Marokko zu uns und werden mit einem Fungizid besprüht, damit sie auf dem Weg nach Deutschland nicht verschimmeln. Wenn Sie die leuchtend roten Früchte dann lecker und "frisch" bei uns im Regal finden, sind sie in Wahrheit bereits schon recht betagt.

In Obst und Gemüse zerfallen die Hälfte der Vitamine jedoch bereits fünf Stunden nach der Ernte ...Was wir im Frische-Regal der Supermärkte finden, ist also mehr Schein als Sein.

Oft ist es sinnvoller, Tiefkühlkost zu kaufen, als Obst und Gemüse aus den sogenannten "Frische"-Regalen zu entnehmen. Die Ware im Tiefkühlfach wurde in aller Regel direkt nach der Ernte vitaminschonend verarbeitet. Die meisten Vitamine bleiben bei -18 C° monatelang recht gut erhalten. Jedoch sollten Sie auch bei Tiefkühlkost mit dem Verbrauch nicht zu lange warten, denn je länger die Ware gelagert wird, desto weniger Vitamine enthält sie.

 

Hochwertige Speiseöle und Fette

Achten Sie auf die Verwendung hochwertiger Speiseöle, wie z. B. Olivenöl, Rapsöl.

Weizenkeimöl hat einen sehr hohen Gehalt an Vitamin E (und leider auch einen hohen Preis...)

Ghee (geklärte Butter) hat in der Lehre des Ayurveda einen hohen Stellenwert. Es gilt dort als Rasayana (Verjüngungsmittel).  Der Grund hierfür liegt in seinen vielen gesundheitlichen Vorzügen.
Das geklärte Butterreinfett, dem die Proteine und das Wasser durch Sieden entzogen wurden, kann in einem einfachen Verfahren selbst hergestellt werden und ist dann monatelang bei Zimmertemperatur haltbar.

 

Frische, naturbelassene Nüsse (nicht geröstet, nicht gesalzen)

wie zum Beispiel Haselnüsse, Walnüsse, Paranüsse und besonders Mandeln sind sehr gesund. Vor allem Mandeln sind für den Stoffwechsel von Frauen ausgesprochen wertvoll. Sie enthalten neben einer Fülle von Vitalstoffen einen Wirkstoff, der bei Zyklusbeschwerden wie beispielsweise PMS ausgleichend und stabilisierend wirkt.

Nüsse sind ein guter Ersatz für Süßigkeiten, bedenken Sie jedoch, dass Nüsse verhältnismäßig viel Fett enthalten – und ein Zuviel an Fett ist auch dann nicht wünschenswert, wenn es sich um wertvolle und pflanzliche Fette handelt.

 

Reduzieren Sie entschieden Ihren Fleisch- und Wurstkonsum!

Machen Sie sich klar, dass die konventionellen Fleisch- und Wurstwaren die Bezeichnung "Lebensmittel" kaum noch verdienen!

Fleisch, das nicht aus biologischer Herstellung stammt, ist von Angst- und Stresshormonen, Antibiotika-Rückständen, Wachstums- und sonstigen Hormonen und verschiedenen Medikamenten geradezu verseucht.

Die Vorstellung, welchen Lebens- und Leidensweg Tiere aus moderner Massenhaltung meist hinter sich haben, sollte uns allen den Appetit auf ihr Fleisch eigentlich vergällen. Die gesamten Umstände der modernen Viehhaltung beeinflussen die Tiere auch auf der feinstofflichen Ebene. Wenn wir ihr Fleisch verzehren, nehmen wir möglicherweise auch diese Belastungen mit in uns auf. 

 

Hülsenfrüchte

Versuchen Sie Fleisch durch Hülsenfrüchte zu ersetzen. In Asia-Shops, Reform- und Naturkost-Läden wird eine große Vielfalt davon angeboten. Sie können den Nährwert von Hülsenfrüchten im Übrigen wesentlich erhöhen, wenn Sie sie nicht nur über Nacht einweichen, sondern für weitere ein bis zwei Tage zur Keimung anregen.

 

Allerlei Keime

Besonders im Winter, wenn der Garten draußen nichts hergibt, kann es sinnvoll sein, sich ein Sprossen- und Keime-Gärtlein auf der Fensterbank einzurichten. Kresse, Mungbohnen, Linsen, Rettichsamen, Sojabohnen, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, alles erwacht auf dem Fensterbrett zu nährstoff- und vitaminreichem Leben.

Auch Weizenkeime haben einen hohen Nährwert. Sie können täglich dem Essen beigegeben werden: Sie lassen sich über die Suppe oder aufs Brot streuen, in Müsli, Joghurt oder Quark geben.

Man kann auch Salat, Pfannkuchen, Bratlinge, Aufläufe, ect. damit aufwerten. Schließlich können die meisten Keime wunderbar überall mit eingebacken werden. Dann sehen sie die Kinder nicht.  ;-))

Keimlinge sind Lebensmittel der Spitzenklasse und als Zutaten für Brotbeläge sehr lecker!

 

Getreide

Essen Sie viel Getreide und Saaten, am besten in der eigenen Mühle frisch gemahlen.

Selbst gemahlenes Mehl sollte gleich verarbeitet werden, weil Ihnen nur dann die wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. die empfindlichen Vitamine zur Verfügung stehen. Selbst hergestelltes Mehl verdirbt sehr rasch, und sollte deshalb immer frisch und nicht auf Vorrat gemahlen werden.

 

Einfache, naturbelassene Milchprodukte...

...sind in unserer westlichen Kultur traditionell ein wichtiger Bestandteil gesunder, kalziumreicher Ernährung.

In der indischen Yogatradition wird der Verzehr von Milchprodukten wie Buttermilch und ähnlichem jedoch seit jeher abgelehnt. Einer der Gründe hierfür ist eine Stelle in einem der klassischen Yoga-Texte, der Hatha-Yoga-Pratipika. Dort wird gesagt, dass verdorbene Nahrung zu meiden sei. Buttermilch, Sauermilch, Quark und Joghurt sind nach der ayurvedischen Lehrmeinung als "verdorbene Milch" zu betrachten.
 
Wenn man bedenkt, welche hygienischen Bedingungen und lebensmitteltechnischen Voraussetzungen der Verfasser der Hatha-Yoga-Pratipika, der Weise Svatmarama, der im  14. Jahrhundert lebte, im tropisch heißen Indien vorgefunden haben dürfte, ist seine Empfehlung, auf Michprodukte zu verzichten, sicher sinnvoll und vernünftig gewesen.  

Wir, die wir hier im "kühlen" Norden leben, finden andere klimatische Bedingungen vor. Entsprechend haben wir andere Eßgewohnheiten  und ein anderes Verhältnis zu Milchprodukten entwickelt. Außerdem verfügen wir heute über Kühlschränke...

Sollten Sie also unserer Kultur und Tradition entsprechend nicht auf Milchprodukte wie Quark, Naturjoghurt, Buttermilch, Kefir, Frischkäse, ect. verzichten wollen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich für die naturbelassenen Produkte aus der Angebotspalette entscheiden. Milchprodukte, die mit einer "Fruchtzubereitung" aufgepeppt sind, enthalten nämlich oft viel raffinierten Zucker und chemische Aromen! Überlegen Sie daher, ob Sie Quark und Joghurt nicht lieber selbst süßen möchten, vielleicht mit etwas vollwertigem Honig oder sogar nur mit frischen Früchten?

Im Ayurveda, dem "Wissen vom gesunden Leben", wie die die älteste Gesundheitslehre Indiens genannt wird, wird außerdem empfohlen, Kardamom- , Ingwer- und Zimt-Gewürzpulver in Milchgerichte (wie Milchreis, Getreide-Milch-Breie, ect.) zu streuen, um die nachgewiesen schleimbildenden Eigenschaften von Milchprodukten zu vermindern. Eine fertige Gewürzmischung (Milk-Masala) in Bioqualität bietet die Firma Cosmoveda an. Diese Mischung und viele andere gesundheitsfördernde Produkte aus dem Ayurveda können Sie hier beziehen.

 

Nahrungsergänzungen...

...können sehr wertvoll sein - sind es aber nicht grundsätzlich. Achten Sie darauf, dass diese aus einer biologischen Quelle stammen.

Mineralische Nahrungsergänzungen, wie z.B. Kalzium, Magnesium, Zink, ect. werden in einer unüberschaubaren Vielfalt in Drogerien und Apotheken angeboten. Leider ist das Geschäft mit diesen meist synthetisch hergestellten Präparaten sehr lukrativ. Deshalb wird oft verschwiegen, dass Mineralien und Vitamine, die in dieser rein chemisch hergestellten Form angeboten werden, zwar leicht und kostengünstig von Pharmakonzernen produziert werden können, letztlich aber nur zu einem geringen Teil vom menschlichen Körper verwertet werden.

Für uns als Endverbraucher sind diese Präparate daher keineswegs immer so günstig, wie es den Anschein hat. Vor allem dann nicht, wenn wir uns bewusst machen, dass vielleicht 95% unserer Investition vom Körper ungenutzt wieder ausgeschieden wird, weil die Darreichungsform in unserem Körper nicht verwertbar ist.

Achten Sie deshalb beim Kauf auf eine biologische Quelle der Nahrungsergänzung, z.B. natürliches Vitamin C im Acerolakirsch-Extrakt. Acerolakirschen enthalten einen extrem hohen Anteil an Vitamin C und wenn im Präparat auch der Extrakt der Acerolakirsch-Frucht mit enthalten ist, dann stehen dem Vitamin auch die wichtigen, pflanzlichen Trägerstoffe zur Verfügung, die der Körper benötigt, um das Ascorbinsäuren-Molekül optimal verwerten zu können. Diese Tatsache wird leider meist vernachlässigt und man muss schon sehr suchen, um in der unüberschaubaren Vielfalt von Nahrungsergänzungen die herausfischen zu können, mit denen wir nicht nur geködert werden sollen...

Dieser Hinweis am Beispiel von Acerola und Vitamin C gilt im Übrigen auch für den ganzen Rest der Angebotspalette. Man muss lange suchen, um fündig zu werden...

 

Bierhefe nicht nur im Bier...

Viele Klöster sind bekannt für Ihre Braukunst. Es wird gesagt, daß die strengen Fastengebote, denen die Mönche im Mittelalter folgten, ein wichtiger Grund für die Ausbreitung der Brauereien in den Klöstern in der Zeit nach 800 n. Chr gewesen seien. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum?

Das selbst gebraute und ungefilterte Bier ersetzte damals während der Fastenzeit als ein erlaubtes Getränk die feste Nahrung. Seinen hohen Nährwert erhielt das Bier durch die Bierhefe, die darin enthalten war. Darauf beruht auch der Begriff "flüssiges Brot", den wir heute noch für Bier verwenden. Allerdings hält unser heutiges Weizen-Bier, was den Nährwert betrifft, mit dem damaligen Gebräu keinem Vergleich stand.

Vitamin B zur Nahrungsergänzung und zahlreiche andere Vitalstoffe, können Sie dem Körper hervorragend über den Verzehr von Bierhefe-Presstabletten oder Bierhefe-Flocken zuführen. Und nicht nur Vitamine des B-Komplexes sind darin enthalten. Wie oben schon angedeutet, enthält Bierhefe eine Vielfalt wichtiger und wertvoller Nährstoffe, unter anderem hochwertige pflanzliche Proteine, Vitamine, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe in natürlicher Form.

Bierhefe als Nahrungsergänzung kann man kostengünstig in den meisten gängigen Drogerien kaufen. Wichtig: Der Körper kann Bierhefe auf Grund ihrer biologischen, naturbelassenen Struktur sehr gut verwerten! Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Firma Biolabor.

 

Reines Wasser - unser bestes Getränk
Wasser bringt Gehirn, Drüsen und Nervensystem ins Gleichgewicht

Das ideale Getränk ist ein reines, hochwertiges Mineralwasser ohne Kohlensäure.
Unsere Gefühle stehen in direkter Verbindung mit dem Wasserbedarf des Körpers.
Wenn im Körper Wassermangel herrscht und die Nieren schwer arbeiten müssen, neigen wir zu unruhigem und aufgeregtem Verhalten. Wasser ist das Medium, das die elektrische Ladung der Zellwände erhöht, was für das richtige Funktionieren des Nervensystems wesentlich ist.

Der Ayurveda (Indische Lehre vom gesunden Leben) empfiehlt:
Halbstündlich nicht zu heißes Wasser über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken
(bei Hitzewallungen besser abgekühltes Wasser trinken).

Essen und trinken in Achtsamkeit 

Nicht zu heiß, nicht zu kalt

Die Speisen und Getränke sollten weder sehr heiß noch sehr kalt sein.
Verzichten Sie auf Eiswürfel im Getränk. Diese lähmen die Magenfunktion.
Speiseeis zum Dessert verzögert aus dem gleichen Grund die Verdauung der Mahlzeit. Das Verdauungsfeuer wird durch die Kälte gestört.

 

Diese Vorschläge sind natürlich bei weitem nicht vollständig. Aber vielleicht war die eine oder andere wertvolle Anregung für Sie dabei. Viel Freude beim Essen!